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AKSB Marburg e.V.

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Was brauchen Kinder von 6-12 Jahren im Waldtal, um sich gut entwickeln zu können, und welche Angebote gibt es hier für sie? Das war die Hauptfrage, um die es beim Runden Tisch am Dienstag, den 07.11.2017 ging. Einhergehend mit der Begrüßung stellte sich zudem die neue Stadtverordnete und Dezernentin für Jugend und Schule, Frau Kirsten Dinnebier, vor. Sie kündigte an, zukünftig regelmäßig am Runden Tisch teilnehmen zu wollen.

 

Neben VertreterInnen der Stadt, der Geschwister-Scholl-Schule, des AKSB, des St. Martin-Hauses und des Ortsbeirates nahmen auch 14 BewohnerInnen an der Veranstaltung teil. Schulleiterin Almut Schemm stellte Teile des Konzeptes und die flankierenden Angebote in der Betreuung vor. Insgesamt nehmen derzeit ca. 70 von insgesamt 100 SchülerInnen die Betreuungsangebote in Anspruch.

Frau Schemm ging in ihrer Ausführung auch auf neue Erkenntnisse im Bereich dessen, wie Kinder lernen und was Kinder in der heutigen Zeit brauchen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, ein. Der Schwerpunkt liege hier im Bereich des selbstständigen Lernens und der Selbstorganisation.

 

Als nächstes stellten die MitarbeiterInnen des AKSB die Angebote des Kinderhauses Am Rain 10 vor. Ein Kernangebot ist die von Montag-Donnerstag stattfindende Betreuung von 15 Grundschulkindern. Eine Besonderheit der Betreuung ist die intensive Elternarbeit, die mit dem Gruppenangebot einhergeht. Dies wurde von anwesenden Eltern auch als ein besonderes Kriterium im Gegensatz zur Schulbetreuung bestätigt. Die Beziehung zwischen den MitarbeiterInnen im Kinderhaus und den Eltern sei von einem großen Vertrauen geprägt, und es sei für die Familien weit mehr als eine reine Betreuung der Kinder. Es wurde von den Eltern auch angemerkt, dass es z.B. freitags keine Betreuung im Stadtteil gäbe und so berufstätige Eltern ohne anderweitige Unterstützung das Angebot hier im Stadtteil nicht annehmen könnten.

Im Kinderhaus legt man ebenfalls großen Wert darauf, die Selbstbestimmung und Selbstorganisation der Kinder zu fördern und zu fordern. Dies geschieht im Kernangebot und im Besonderen in den ergänzenden Angeboten des Kinderhauses. Hierzu gehören das Ferienprogramm für Grundschulkinder, der offene Kindertreff, das „Offene Haus“, Ferienprogramme für Kinder der 5. und 6. Klassen und Unterstützungsangebote z.B. zu Schulthemen und Praktikumssuche.

 

Auf die Schulkooperation gingen die KollegInnen aus dem AKSB auch ein. Sie zeigten auf, dass sie neben der Organisation von Betreuungs- und einzelnen Freizeitaktivitäten auch Angebote im Rahmen des Schulalltags mitbegleiten. Hierzu gehören Klassenbegleitungen, sozialpädagogisches Handeln und Beratung für Eltern bei schulrelevanten Themen wie z.B. Konflikten oder Organisation von Nachhilfe. Das Angebot für Kinder der 4. Klasse „Raus in die Stadt“ wird ebenfalls von AKSB-MitarbeiterInnen umgesetzt. Ziel des Angebotes ist es, die Kinder auf den Besuch der weiterführenden Schulen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen vorzubereiten.

Eine weitere enge Zusammenarbeit findet mit dem 1. FC Waldtal statt, bei der Bewegung natürlich im Vordergrund steht. Der 1. FC Waldtal kooperiert mit der BSJ, die donnerstags von 17-19 Uhr einen Spiel- und Sporttreff für Grundschulkinder in der Kita umsetzt. Für Kinder ab der 5. Klasse findet ein ähnliches Angebot montags von 17-18 Uhr ebenfalls in der Kita statt. Zurzeit gibt es noch freie Plätze, Anmeldungen sind im Kinderhaus oder direkt beim Spiel- und Sporttreff möglich.

Im Anschluss an die Vorstellung der Angebote nutzten die anwesenden (Groß-)Eltern noch die Gelegenheit, Bedarfe für Kinder von 6-12 Jahren zu benennen. So wurde zum Beispiel ein Sportangebot für Jungen gewünscht. Auch die Möglichkeit, am Freitag im Stadtteil eine Betreuung für die Kinder anzubieten, solle der AKSB bitte überprüfen. Tina Hey vom AKSB bat die Anwesenden darum, in Erfahrung zu bringen, wie groß der Bedarf sei und sich dann zusammen mit den Eltern mit dem Kinderhaus in Verbindung zu setzen. Als weiterer Bedarf wurde der Transport von Kindern zu vorschulischen Angeboten an der Schule benannt. Auch hier will man zusammen mit den betroffenen Familien schauen, wie eine adäquate Lösung aussehen kann. Es ist zudem angeklungen, dass Kinder über 12 Jahren ebenfalls Bedarfe haben, denen zurzeit nicht entsprochen wird. Dieses Thema wird gesondert an einem weiteren Runden Tisch hier im Stadtteil besprochen.

 

Aktuelle Informationen zur Sozialen Stadt gab es natürlich auch. So wurde bekannt gegeben, dass aktuell das Raumplanungsverfahren für das Nachbarschaftszentrum wieder eröffnet wurde und bis Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein soll. Der Prozess wird von Frau Lambrecht und Herrn Kutsch von der Stadt Marburg begleitet.

Die Baumaßnahme zur Beleuchtung der Treppe vom Ginseldorfer Weg zum Rain soll noch dieses Jahr beginnen. Der Trinkwasserbrunnen am Bolzplatz wird Anfang 2018 aufgestellt. Der nächste Runde Tisch mit dem Thema „Planung Maßnahmen 2019“ findet im Januar statt.

 

Unter dem Punkt Verschiedenes zog Herr Bergmann von der GeWoBau ein Resümee der Tiefs und Hochs der vergangen zwei Jahre innerhalb der Sozialen Stadt. Er betonte die guten Ergebnisse, die in diesem Jahr im Bereich der Wohnumfeldmaßnahmen vollzogen wurden, und dass man diese gute Zusammenarbeit im Waldtal in 2018 weiterführen wolle. Zudem berichtete er kurz vom aktuellen Stand der Planung bzgl. eines Neubaus im Försterweg. Es wurde von Anwesenden angeregt, bei der Planung auf ausreichend große Wohnungen für Familien zu achten und potentielle MieterInnen bei den Planungen mit einzubeziehen. Dazu konnte Herr Bergmann nichts sagen, eine ausführliche Vorstellung des Vorhabens wird im Stadtteil noch erfolgen.

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Mi, 30.05.18, 09:00-12:30
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: ISA-Büro, Ginseldorfer Weg 50 / EG rechts

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